Geschichte

Die Zentrale Technik – seit den 1950er Jahren das technische Herzstück von STRABAG und ZÜBLIN.

Menschen. Meilensteine. Momente.

In 70 Jahren hat sich die Zentrale Technik kontinuierlich weiterentwickelt. Wir blicken auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, geprägt von technischem Fortschritt, Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg und einem stetigen Wachstum an Know-how und Menschen.

Markus Landgraf übergibt den symbolischen Staffelstab an Sabine Hahn und Niels Dürr - das neue Führungskräfteduo der Zentralen Technik. © ZÜBLIN
2025
Ein historischer Moment für die Zentrale Technik: Erstmals in unserer Geschichte werden wir von einem Führungsduo geleitet – Niels Dürr und Sabine Hahn folgten auf Markus Landgraf, der seinerseits zum technischen Unternehmensbereichsleiter bei ZÜBLIN aufstieg. Mit Sabine Hahn steht zudem erstmals eine Frau an der Spitze der Zentralen Technik als Zentralbereichsleiterin – ein starkes Zeichen für Wandel und Vielfalt in der Führungskultur.

Auch zahlenmäßig zeigt sich die Entwicklung: Seit 2005 hat sich die Zahl der Beschäftigten auf 1.300 vervierfacht. Im Schnitt sind wir 39 Jahre jung und der Anteil der Frauen beträgt beachtliche 36 Prozent.
Das Bild zeigt eine Frau, die das digitale Modell des Gebäudes Z2 begutachtet. Zu sehen sind Nachhaltigkeitsbetrachtungen. © Daniel Wanders/STRABAG
2024
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft: Erstmals bündeln wir alle smarten und nachhaltigen Querschnittsthemen in einer eigenen Direktion. Damit schaffen wir Raum für Innovation und Verantwortung – für digitale Lösungen und nachhaltiges Bauen über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Smart Engineering steht für intelligente Technologien und KI-basierte Ansätze, die Prozesse effizienter machen und Bauwerke vernetzen. Sustainable Engineering betrachtet den gesamten Lebenszyklus, reduziert Ressourcenverbrauch und macht Bestandsgebäude fit für die Zukunft. Mit dieser neuen Struktur setzen wir ein klares Zeichen für Fortschritt und ganzheitliches Denken – smart und nachhaltig.
Der Innenausbau des neuen Tiefbahnhofs in Stuttgart schreitet voran, im Vordergrund sind Gleise zu sehen. © ZÜBLIN - Achim Birnbaum
2017
Stuttgart 21 ist das Mega-Projekt direkt vor den Haustüren ZÜBLINs. Für dessen Herzstück, den neuen Durchgangsbahnhof verantworten wir die Herstellung der 28 Kelchstützen. Jede einzelne ist in Neigung, Form und Höhe ein Unikat. Hier sind die fachübergreifenden Kompetenzen der ZT gefragt: Nach Probeversuchen mit Formglas, die nicht zum Ziel führten, entwickelten und fertigten wir gemeinsam mit ZÜBLIN Timber 84 individuelle Holzschalungsteile. 28 mal wurden bis zu 32.000 Bewehrungsstäbe maßgenau verbaut und jeweils bis zu 780 Kubikmeter heller Beton in die Schalungen gegossen – eine bislang einzigartige Meisterleistung.
Das Logo der Zentralen Technik. © ZÜBLIN
2005
Mit der Übernahme ZÜBLINs durch STRABAG bekommt die technische Hauptverwaltung einen neuen Namen und neue Planungs- & Ingenieurdienstleistungseinheiten aus Wien und dem Großraum Köln erweitern das Leistungsportfolio. Unter dem Namen "Zentrale Technik" profitieren STRABAG und ZÜBLIN von der Bündelung der Kompetenzen über verschiedene Fachdisziplinen hinweg. Durch den Zusammenschluss erhöht sich die Zahl der Standorte, die ZT beginnt dezentral zu wachsen und das stärkt die Nähe zu unseren Kund:innen. Der Service der Zentralen Technik im Schulterschluss mit den operativen Teams und den Kund:innen ist bis heute ein Alleinstellungsmerkmal im Bauwesen.
1994
ZÜBLIN ist seinerzeit seit knapp 30 Jahren eines der bedeutendsten Unternehmen im Tunnelbau – dank der klugen Köpfe in unseren Technischen Büros. 1994 markiert den Beginn einer Serie von Meilensteinen im Tunnelbau. In Hamburg entsteht die vierte Röhre des Elbtunnels im Schildvortrieb. 1995 beginnt der Bau des Engelbergbasistunnels an der A 81 in Leonberg. Die Zentrale Technik realisiert dabei Deutschlands größte jemals gebaute Querschnitte eines Straßentunnels. Ab 1998 baut ZÜBLIN im Thüringer Wald den mit rund 7,9 Kilometern längsten Straßentunnel Deutschlands: den Rennsteigtunnel.
Ein Foto vom Schulzentrum Stuttgart-Möhringen aus den Siebziger Jahren. © ZÜBLIN
1971
Beim Bau der Landesversicherungsanstalt in Karlsruhe im Jahr 1959 nutzte ZÜBLIN erstmals vorgefertigte Kassettenplatten. Basierend darauf entwickelt das Technische Büro als Vorläufer der Zentralen Technik gemeinsam mit namhaften Architekten das 1971 eingeführte 6M-System. Innerhalb weniger Jahre wird das 6M-System in Deutschland zum am häufigsten angewandten Fertigteilsystem für Geschossbauten.
Prof. Dr.-Ing. Volker Hahn an einem Zeichenbrett mit einem Arbeitskollegen in den 1950er-Jahren. © Klaus Stiglat in "Bauingenieure und ihr Werk"
1955
Professor Dr.-Ing. Volker Hahn gilt als Gründervater der heutigen Zentralen Technik. Nachdem Hahn bei ZÜBLIN drei Jahre in der Statik und drei Jahre als Bauleiter tätig war, baute er das Büro für Sonderaufgaben auf, das im Laufe der Zeit zum Technischen Büro in der Hauptverwaltung werden sollte.