Bürokomplex TRIDEA München

Präzise geplant, auf engstem Raum umgesetzt: Für das innerstädtisches Hochhausensemble TRIDEA verantwortet die Zentrale Technik sowohl die komplexe Baugrubenplanung in direkter Nachbarschaft zur U-Bahn als auch die anspruchsvolle Fassadenplanung und Bauphysik – ein Projekt, das von frühzeitiger Abstimmung und exakter Koordination lebt.
  • Eine Visualisierung des zukünftigen Bürokomplexes TRIDEA in München Bogenhausen. © Rendeffect
    Eine Visualisierung des zukünftigen Bürokomplexes TRIDEA in München Bogenhausen. © Rendeffect
  • Das Panorama zeigt acht Kräne auf der Baustelle an der Richard-Strauss-Straße in München Bogenhausen. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN
    Das Panorama zeigt acht Kräne auf der Baustelle an der Richard-Strauss-Straße in München Bogenhausen. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN
Auftraggeber
Bayerische Versorgungskammer (BVK)
Auftragnehmer
STRABAG Real Estate GmbH; Ed. ZÜBLIN AG
Standort
München-Bogenhausen
Beteiligung ZT
Bis 2028
Bauwerksart
Bürogebäude
Bauweise
Massivbau- und Holzhybrid-Hochhäuser mit elementierter Doppelfassade
Aus luftiger Höhe sieht man die untersten Stockwerke der zukünftigen Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN

Technische Verantwortung auf engem Raum

Im Herzen von München-Bogenhausen entsteht der Bürokomplex TRIDEA mit Gebäuden bis zu 100 Metern Höhe – ein Projekt, das durch seine Komplexität und Vielfalt überzeugt. Die Zentrale Technik verantwortet auf Seiten der Planung drei zentrale Bausteine: die Baugrubenplanung, die Bauphysik, sowie die Planung und Unterstützung bei der Umsetzung der Fassaden. Besondere Aufmerksamkeit galt der Baugrube, die unmittelbar an bestehende U-Bahn-Strukturen grenzt.

Die anspruchsvolle Baugrube in der Dunkelheit und Flutlicht der Baustrahler. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN

Ingenieurskunst in München Bogenhausen

Die Anforderungen an Statik, Sicherheit und Bauablauf sind entsprechend hoch: Um den Einfluss auf die Umgebung zu minimieren, wurde ein spezielles Konzept mit Böschungen, Schrägsteifen und einer vorauseilenden Bodenplatte entwickelt. Dies erfordert nicht nur tiefes technisches Know-how, sondern auch die Fähigkeit zur Koordination über mehrere Leistungsphasen hinweg – von der Entwurfsplanung bis zur Ausführung.

  • Das Zusammenspiel aus Fassade sowie Holz-, Stahl- und Massivbau beim Bürokomplex TRIDEA fordert nicht nur technisches Know-how, sondern vor allem Koordination auf höchstem Niveau – und genau hier konnten wir unsere Stärke als vernetzte Planungseinheit ausspielen.

    Andreas Fehringer
    Projektleiter Fassade, Zentrale Technik

Drei Baukörper, ein gemeinsames Ziel – Planung mit System

Ein ZÜBLIN-Bauleiter führt ein wichtiges Telefonat auf der Baustelle. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN

Die planerische Herausforderung liegt im Zusammenspiel dreier unterschiedlicher Bauteile mit jeweils eigener Bauweise: Massivbau, Stahlverbundkonstruktion und Holzhybridbau. Gerade beim Holzhybridhochhaus war die frühe und exakte Klärung essenziell, da die hohe Vorfertigungstiefe der Holz- und Fassadenelemente kaum Raum für nachträgliche Anpassungen lässt. Die präzise Abstimmung aller Gewerke – insbesondere bei Schnittstellen – wird durch eine enge, direkte Zusammenarbeit zwischen Planung, Bauleitung und Werkplanung sichergestellt.

Im Erdgeschoss nimmt die Holzfassade bereits Form an. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN

Fassadenplanung im Takt des Holzbaus

Auch bei der Fassade des Bürokomplexes TRIDEA zeigt sich die Stärke der interdisziplinären Zusammenarbeit. Unsere Planungseinheit Fassadentechnik war bereits ab Leistungsphase 3 eingebunden – mit kurzen Abstimmungswegen und einem feinen Gespür für die Anforderungen des Holzbaus. Die Fassade der zukünftigen Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer muss nicht nur gestalterisch und bauphysikalisch überzeugen, sondern auch den besonderen logistischen Anforderungen der Vorfertigung und des engen städtischen Baufelds gerecht werden.

Das TRIDEA wächst inmitten vieler Kräne in die Höhe. © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN

Die erfolgreiche Planung und Umsetzung der Baugrube und Fassade in einem der anspruchsvollsten Hochbauprojekte Münchens ist ein Resultat des Zusammenspiels aller Beteiligten – getragen von technischem Sachverstand, schnellem Reaktionsvermögen und klarer Kommunikation. Daneben verantwortet die Zentrale Technik bei den TGA-Gewerken sowie bei der Gebäudehülle auch die Projektleitung sowie in Teilen die Fachbauleitung – für einen reibungslosen Ablauf bis zur Übergabe. Die Zentrale Technik leistet beim TRIDEA weit mehr als nur klassische Planung: Sie ermöglichte, dass drei Bauwerke mit unterschiedlichen Ansprüchen am Ende ein stimmiges Ganzes ergeben. 

Leistungen

  • Ingenieurleistungen nach HOAI
    • Leistungsphase 2: Vorplanung (Fassade)
    • Leistungsphase 3: Entwurfsplanung (Fassade & Baugrube)
    • Leistungsphase 5: Ausführungsplanung (Baugrube, Fassade & Bauphysik)
    • Unterstützung Leistungsphase 6: Vorbereitung der Vergabe (Hülle-Leistungen)
    • Unterstützung Leistungsphase 7: Mitwirkung bei der Vergabe (Hülle-Leistungen)
    • Leistungsphase 8: Objektüberwachung – Bau- und Projektleitung (TGA & Hülle)
  • Sustainable Engineering
  • Smart Engineering
    • BIM-Management
    • BIM-Abwicklungsplanung
    • Abwickeln von BIM-Anwendungsfällen in der Planungs- und Bauphase

Bürokomplex TRIDEA – Bildergalerie

  • Im Vordergrund sind Baucontainer von ZÜBLIN zu sehen, im Hintergrund die ersten Geschosse des TRIDEA.
    © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN
  • Stahlträger sind mit dem Boden verankert.
    © Daniel Wanders - ConSite Photography/ZÜBLIN