Flusswärmepumpe Köln-Niehl

In Köln entsteht das Einlaufbauwerk für Europas größte Flusswärmepumpe – geplant mit technischer Expertise der Zentralen Technik für eine nachhaltigere Energiegewinnung.
  • Ein dreidimensionaler Bauplan des Wasserentnahmewerks, das von ZÜBLIN und STRABAG im Rahmen der entstehenden Flusswärmepumpe gebaut wird. © ZÜBLIN
    Ein dreidimensionaler Bauplan des Wasserentnahmewerks, das von ZÜBLIN und STRABAG im Rahmen der entstehenden Flusswärmepumpe gebaut wird. © ZÜBLIN
Auftraggeber
RheinEnergie AG
Auftragnehmer
ARGE Ed. ZÜBLIN AG Spezialtiefbau & STRABAG AG Water Technologies
Standort
Köln
Beteiligung ZT
Seit Dezember 2024
Bauwerksart
Flusswärmepumpe
Bauweise
Stahlskelettbau, in Teilen Massivbauweise

Planung für eine neue Energiezukunft

In Köln entsteht im am Rhein gelegenen Hafen Köln-Niehl das Einlaufbauwerk für die größte Flusswärmepumpe Europas. Die Zentrale Technik leistete im frühen Projektstadium zentrale Beiträge zur Planung – insbesondere bei der Entwicklung der Baugrubenlösung und der Koordination komplexer technischer Schnittstellen.

Zur nachhaltigen Energiegewinnung soll das massive Ingenieurbauwerk künftig Rheinwasser entnehmen und über ein Pump- und Leitungssystem der Flusswärmepumpe zuführen.

Herzstück ist eine wasserdichte Baugrube mit Trennwand zum angrenzenden Hafenbecken – technisch anspruchsvoll, da das Bauwerk unmittelbar hinter einer bestehenden, rückverankerten Uferspundwand errichtet wird. Die Besonderheit: Die Baugrube selbst wird Teil des fertigen Bauwerks – so dient der Stahlbeton-Aussteifungsgurt später als Bestandteil der äußeren Bauwerkswand.

Neben der technischen Funktion – der Versorgung der Großwärmepumpe mit Flusswasser – wurde auch ökologischen Anforderungen Rechnung getragen: In das System ist eine Rückführungsanlage für Fische über eine Hebeanlage und Fischrutsche integriert.

  • Mit der langjährigen Erfahrung der Zentralen Technik werden bei Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe neue Maßstäbe für die Wärmewende gesetzt.

Planungskompetenz unter besonderen Rahmenbedingungen

Die Herausforderung dieses Projekts liegt weniger in der Höhe des Bauwerks als in der Tiefe der Koordination: Die starke Gewichtung der Anlagentechnik – gemeinsam mit einem kommunalen Energieversorger als Bauherrn – erforderte eine enge Verzahnung von Hochbau, Tiefbau und TGA-Planung. Die Zentrale Technik übernimmt dabei die technische Entwicklung der Baugrubenlösung im Rahmen der Angebotsbearbeitung sowie die fachübergreifende Abstimmung innerhalb der ARGE.

Technisch durchdacht zur größten Flusswärmepumpe Europas

Besonders durchdacht ist die geplante Abfolge: Durch einen Voraushub mit Restwasserhaltung kann die Aussteifung der Baugrube unter trockenen Bedingungen erfolgen. Die wasserdichte Verbauwand wird als Kombination aus überschnittener Bohrpfahlwand und Trägerdichtwand konzipiert – teils rückverankert, teils ausgesteift, mit einer abdichtenden Unterwasserbetonsohle. Die frühe Integration der ZT – insbesondere der Bereiche Tiefbau, Ingenieurbau, TGA und Tragwerksplanung – trägt dabei entscheidend zur technisch und wirtschaftlich überzeugenden Gesamtlösung beim Bau der Flusswärmepumpe bei.

Leistungen

  • Ingenieurleistungen nach HOAI
    • Leistungsphase 3: Entwurfsplanung
    • Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung
    • Leistungsphase 5: Ausführungsplanung
    • Leistungsphase 8: Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation
  • Generalplanung
    • Architekturplanung
    • Tragwerksplanung
    • Planung der Technischen Gebäudeausrüstung
    • Bauphysik
  • Smart Engineering