Hochschule für Musik und Tanz Köln

Raum für große Auftritte: Die Zentrale Technik schafft mit durchdachter Planung einen neuen Rahmen für Kunst, Bewegung und Austausch.
  • Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln aus der Luft fotografiert. © STRABAG SE
    Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln aus der Luft fotografiert. © STRABAG SE
Auftraggeber
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
Auftragnehmer
Ed. Züblin AG
Standort
Köln
Beteiligung ZT
2022 - 2026
Bauwerksart
Hochbau
Bauweise
Bauen im Bestand & Neubau in hochverdichtetem innerstädtischem Kontext
Etliche Dachbalken aus Holz bilden das Grundgerüst des neuen, energetisch sanierten Dachs. © STRABAG SE

Hohe Raumdichte mit höchsten Ansprüchen

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln bietet künftig nicht nur Unterrichtsräume, Übungsräume und Seminarräume, sondern auch einen Konzertsaal, Tanzsaal, eine Bibliothek, eine Cafeteria, eine Kindertagesstätte und umfangreiche Verwaltungsflächen – kompakt untergebracht auf einem innerstädtischen Grundstück in unmittelbarer Nähe zu bewohnten Gebäuden.
Mit der Erweiterung entsteht ein außergewöhnlich verdichtetes Bauwerk im innerstädtischen Bestand, das höchste Anforderungen an Funktion, Schallschutz und technische Integration erfüllt.

Die Visualisierung zeigt den Erweiterungsneubau der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. © HPP Architekten GmbH

Die Zentrale Technik übernahm nach einer Reflexionsphase die vollständige Neuplanung – und bewältigte dabei Aufgaben, die weit über das Übliche hinausgehen.

Ein Teil der Fläche liegt in einem Gebäude aus dem Jahr 1911. Dessen Tragstruktur und Zustand waren zu Beginn der Maßnahme nur unzureichend dokumentiert. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz stand, sollte die Sanierung bestandsschonend erfolgen. In Kombination mit dem umfangreichen Raumprogramm und der anspruchsvollen technischen Ausstattung ergab sich eine der komplexesten Aufgaben, denen sich die Planungseinheiten der Zentralen Technik in einem öffentlichen Bauprojekt bisher gestellt haben.

  • Züblin hat zusammen mit seiner Generalplanung maßgeblichen Anteil an der termingerechten Fertigstellung des Projekts.

    Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Maßgeschneiderte Planung für ein hochkomplexes Bauwerk

Bauen im Bestand: für eine verbesserte Tragfähigkeit werden neue Böden und Decken in die HfMT eingebaut. © STRABAG SE

Generalplanung im laufenden Bauprozess

Besondere Herausforderungen ergaben sich aus der Tatsache, dass im Rahmen der laufenden Bauausführung sämtlich Decken sowie der gesamte Dachstuhl im Bestand zurückgebaut und nach den aktuellen Normen wiederhergestellt wurden - parallel zur Weiterführung der Baustelle. Die Planer:innen der Zentralen Technik reagierten flexibel, stimmten sich eng mit dem Bau- und Projektteam vor Ort ab und entwickelten laufend angepasste Lösungen, um die Ausführungsplanung an die realen Bedingungen auf der Baustelle anzupassen. Die tiefgehende Expertise beim Bauen im Bestand und Betoninstandsetzung war hierbei ebenso entscheidend wie die enge Zusammenarbeit zwischen Planung und Ausführung.

Das Bild zeigt mehrere Kräne während der Bauausführung auch dem Dach des Neubaus mit den älteren Gebäuden der HfMT im Hintergrund - ein perfektes Symbol für unsere Generalplanung.                                    © STRABAG SE

Fachübergreifende Lösungen aus einer Hand

Dass das Projekt trotz massiver Herausforderungen plan- und steuerbar blieb, ist dem Zusammenspiel erfahrener Fachleute aus der gesamten Zentralen Technik zu verdanken. Alle Planungsleistungen wurden intern koordiniert und integriert erbracht. Die vollständig modellbasierte Arbeitsweise trug dazu bei, komplexe Abstimmungen zwischen Architektur, Technik und Bestand transparent zu machen – insbesondere mit Blick auf Schall- und Brandschutz, TGA-Integration und die sensiblen Nutzungen der Hochschule für Musik und Tanz.

Neben den Herausforderungen im Bestandsgebäude stellte insbesondere der Neubau des Hybridgebäudes höchste Anforderungen an Planung und Ausführung: Hier wurden ein Konzertsaal, ein darüberliegender Tanzsaal sowie weitere Übungsräume in ein übereinanderliegendes Raumkonzept integriert – ergänzt um ein öffentliches Foyer, Caféflächen und Verwaltungsbereiche. Die räumliche Dichte, komplexe Raum-in-Raum-Systeme, ein hochsensibler Schallschutz sowie vielfältige Durchdringungen technischer Anlagen erforderten eine außergewöhnlich präzise und interdisziplinäre Planung über alle Fachbereiche hinweg.

Bauen für Bildung – mit Präzision, Know-how und Teamarbeit

Das Projekt Hochschule für Musik und Tanz Köln zeigt, wie interdisziplinäre Planung, digitales Arbeiten und die enge Kopplung von Planung und Ausführung auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen zu einem erfolgreichen Ergebnis führen können. Die Fähigkeit der Zentralen Technik, komplexe Bestandsbauten zu analysieren, innovative Raumkonzepte im Neubau zu realisieren und auf neue Erkenntnisse im Bauprozess flexibel zu reagieren, machte sie zur tragenden Säule dieses anspruchsvollen Projekts – im Bestand wie im Neubau.

Leistungen

  • Ingenieurleistungen nach HOAI
    • Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung
    • Leistungsphase 2: Vorplanung
    • Leistungsphase 3: Entwurfsplanung
    • Leistungsphase 4: Genehmigungsplanung
    • Leistungsphase 5: Ausführungsplanung
    • Leistungsphase 8: Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation
  • Generalplanung
    • Umfassende Generalplanung unter Einbindung aller maßgebenden Fachbereiche der ZT
  • Smart Engineering
    • BIM-Management
    • Modellbasierte Bearbeitung über alle Leistungsphasen
    • Unterstützung der operativen Einheit bei der Vorbereitung der Fachmodelle für die Mengenermittlung