Satu-Mare-Brücke
Ein neuer städtischer Knotenpunkt
Die Satu-Mare-Brücke ist ein neues, wichtiges Verbindungselement im städtischen Gefüge von Satu Mare. Auf dem Mehrzweckdeck der Satu-Mare-Brücke verlaufen Fahrbahnen, Fuß- und Radwege nebeneinander. Ihr eleganter Überbau aus Stahl wiegt rund 230 Tonnen und wird von 56 hochfesten Schrägseilen getragen, die an 73 Meter hohen Pylonen verankert sind. Die Brücke wurde errichtet, um die Stadtgemeinden beidseits des Flusses besser zu verbinden, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger aufzunehmen und so die wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu fördern. Das Projektvolumen lag bei rund 40 Millionen Euro.
Präzision und Flexibilität in der Planung der Satu-Mare-Brücke
Die Umsetzung stellte eine besondere Herausforderung dar: Aufgrund der hohen Sensibilität des Tragwerks in den verschiedenen Bauphasen, Ausrüstungsspezifikationen und insbesondere dem Schrägseilsystem – musste der Entwurf in einem iterativen Prozess über zehnmal angepasst werden. Die Zentrale Technik koordinierte dabei die Schnittstellen zwischen Baustelle, Lieferanten und Planung und stellte von der Ankerplatte bis zur Pylonspitze durchgängig technische Lösungen bereit.
Dabei kam auch hochpräzise Technologie zum Einsatz: Mit Hilfe von drohnenmontierter LiDAR-Technologie wurden die Verankerungsplatten der Pylone millimetergenau vermessen. Die daraus generierten Punktwolken wurden auf Hochleistungsservern verarbeitet, mit dem Planungsstand verglichen und lieferten Kontrollpunkte für die Maschinensteuerung – die Grundlage für die präzise Montage der Schrägseile.
Digitales Bauen trifft Design Thinking
Die Zentrale Technik nutzte ein vollständiges BIM-5D-Modell, um mögliche Kollisionen frühzeitig zu erkennen und die Baustellenprozesse effizient zu gestalten. In Verbindung mit LEAN Construction-Prinzipien entstand so eine Planungsumgebung, die selbst komplexeste Aufgaben beherrschbar machte. Unsere Expertise brachten wir auch bei der hochpräzisen Spannung und der Winkelkorrektur der Schrägseile zusammen mit den notwendigen Feinjustierungen der FE-Modelle ein.
Nicht zuletzt waren auch die gewählten Bauverfahren Ausdruck einer praxisorientierten Planung: Die 73 Meter hohen Pylone wurden schnell und präzise mit selbstkletternden Schalungssystemen errichtet. Das segmentierte Brückendeck wurde mit Schwerlastkränen montiert, die auf temporären Plattformen positioniert waren. Statt einer konventionellen Auslegerlösung konnten wir so die Geometrie, Qualität und Bauzeit optimieren.
Brückenbau mit Weitblick
Das Projekt Satu-Mare-Brücke steht exemplarisch für die interdisziplinäre Stärke der Zentralen Technik: Bauingenieurwesen, Tragwerksplanung, Geotechnik, Verkehrssicherheit und umfassende Mengenermittlung für alle Gewerke wurden nahtlos in einen einheitlichen Arbeitsablauf integriert. Gleichzeitig hat unser Team erfolgreich modernste Technologien wie drohnenbasierte Vermessung, hochauflösende digitale Geländemodelle und modellgesteuerte Planungsprüfungen eingesetzt, sodass digitale Erkenntnisse jede Phase des Bauprozesses direkt unterstützt haben.
Mit der erfolgreichen Fertigstellung der Brücke zeigen wir, wie sich digitale Werkzeuge, Design Thinking und technische Exzellenz gegenseitig ergänzen können, um komplexe Infrastrukturprojekte effizient, präzise und nachhaltig zu realisieren. Die Satu-Mare-Brücke ist ein Beweis dafür, wie moderne Ingenieursmethoden und interdisziplinäre Zusammenarbeit ambitionierte strukturelle Konzepte in zuverlässige und zukunftsorientierte Lösungen verwandeln können.
Leistungen
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Ingenieurleistungen nach HOAI
- Leistungsphase 5: Ausführungsplanung
- Leistungsphase 8: Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation
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Smart Engineering
- BIM-Management
- Drohnenmontierte LiDAR-Scans
- Generierung der Punktwolken
- Entwicklung digitaler Geländemodelle
- Modellbasierte Planungsprüfungen